„Bewegt von Gottes Liebe bauen wir lebendige Gemeinden!“
Jahreslosung 2021
„Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6, 36)

Monatsspruch Oktober 2021

„Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.“
Hebräer 10, 24
Der Monatsspruch für Oktober spricht von Liebe und guten Werken. Klingt gut, oder? Nur ist das manchmal schwieriger als man denkt. Vielleicht kommen Dir Sätze wie diese bekannt vor: „Nee, du Drängler quetscht dich jetzt hier nicht noch vor mir rein!“ „Die Kundin hinter mir in der Schlage hat zwar nur 3 kleine Sachen, aber ich muss ja auch irgendwann mal bis zur Kasse kommen!“ „Also jetzt sind drei Leute vor mir schon an dieser leeren Verpackung vorbeigelaufen, da muss ich mich doch jetzt nicht bücken und die in den Mülleimer schmeißen!“

Ich ärgere mich, wenn mir das bei mir selbst auffällt, denn ich weiß, dass das nichts mit Liebe und guten Werken zu tun hat. Manchmal ertappe ich mich dann aber auch dabei, wie ich gute Taten zähle, als würden sie mir Punkte oder Wiedergutmachung einbringen. Vielleicht kennst Du auch den Spruch: „Damit ist die gute Tat für heute ja getan!“

Das alles bringt uns aber weder weiter im Leben noch erfüllt es den Sinn und Gedanken, der hinter dem Monatsspruch steckt. Ich werde kein besserer Christ dadurch, dass ich andere liebe oder gute Werke tue und kein schlechterer Christ, indem ich das nicht tue. Christ ist Christ. Da gibt es keinen Unterschied. Christen werden wir durch das Bekenntnis zu dem, was Jesus für uns getan hat, nicht durch irgendwelche Taten unsererseits. Das sind keine Bedingungen für ein Leben mit Christus. Aber es sollten dennoch die Folgen dessen sein. Wer sich für ein Leben mit Christus entscheidet, entscheidet sich dafür, ihm ähnlicher zu werden. Und das hat Einfluss auf unser Handeln und Tun.

Die Israeliten haben früher versucht Gott gnädig zu stimmen durch Opfer. Sie waren dauerhaft damit beschäftigt nach der Gnade Gottes zu streben und sie zu erlangen. Durch Jesus Christus hat sich Gott aber uns in seiner Gnade bereits vollkommen zugewendet. Durch das Opfer Gottes, den Tod Jesu am Kreuz, hat er das, was der Mensch sein Leben lang versucht hat zu erreichen, zu ihm gebracht. Das Ziel ist zu uns gekommen. Daraus ergibt sich eine völlig neue Perspektive. Wer mit Jesus Christus lebt, darf sein Leben aus dieser Perspektive der Gnade Gottes gestalten. Somit sind wir fähig von uns selbst, unseren Vergehen, Fehlern und Schwächen wegzusehen und andere in den Blick zu nehmen. Wir müssen uns nicht mehr anstrengen, um das Ziel zu erreichen. Das Ziel ist zu uns gekommen und nun dürfen wir in dieser Gewissheit und Zusage leben und den Blick weg von uns auf andere wenden.

Es ist wichtig, dass wir einander sehen, wahrnehmen und aufeinander achten. Das sorgt für einen gesunden und respektvollen Umgang miteinander. Ich lade Dich ein, Dir das zu ermöglichen und zu erleichtern, indem Du ganz neu diese Perspektive der Gnade Gottes einnimmst und dieses Geschenk annimmst – auf ein Neues oder zum aller ersten Mal.

Gott segne Dich in der kommenden Zeit.


Gerald Kunde

Mexx Klinkert (FeG Essen-Katernberg)