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Monatsspruch Oktober 2019

Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend - gib davon Almosen!
Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!

Tobias 4, 8

Was ist denn das Buch Tobit, oder wie Luther übersetzt, das Buch Tobias für ein Buch? Ich wusste bisher nur, dass es zu den Apokryphen gehört, aber worum geht es in dem Buch? Nur gut, dass es das Internet als Quelle gibt 😉!

Es ist ein antiker Roman, der das Schicksal der Familie des Tobit beschreibt. Das Ganze spielt in der assyrischen Hauptstadt Ninive und Umgebung, wohin Tobit verbannt worden sein soll. Er selbst wird im Buch vorgestellt als ein frommer Mann, der seine Aufgabe darin sieht, den Notleidenden Almosen zu geben und seine Glaubensbrüder zu begraben. Doch Frömmigkeit schützt nicht vor Unglück. Und so muss auch Tobit ein schweres Leiden tragen: Er wird mit Blindheit geschlagen, hervorgerufen durch Vogelkot, der ihm aufs Auge fällt, als er sich an einer Hofmauer zum Schlafen legt, nachdem er wieder einmal einen toten Israeliten begraben hat. Dass Tobit wieder sehend wird, hat er einem Engel zu verdanken, der seinem Sohn Tobias auf einer Reise als vermeintlicher Reisebegleiter den Rat gibt, einen Fisch auszunehmen, dessen Herz und Leber gegen Dämonen, die Galle aber gegen Blindheit helfen soll.
Der rote Faden des Buches lautet: Behalte Gott unter allen Umständen im Herzen. Darauf gründet auch der Ratschlag, den Tobit seinem Sohn Tobias mit auf eine lange Reise gibt. „Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!“
Der erste Satz müsste doch einfach umzusetzen sein: Aus dem Vollen etwas für andere abschöpfen. Aber so einfach ist es nicht. Wer viel hat, gewöhnt sich schnell an das Viele und vergisst womöglich die anderen, die wenig(er) haben. Wer viel hat, braucht auch viel für sich.
Es gibt die Reichen, die erkennbar viel ausgeben und die Reichen, die scheinbar nichts ausgeben. Beide sollten sich daran erinnern, dass sie mehr als genug haben. Sie sollten Gott dankbar sein, denn aus Dankbarkeit heraus gibt es sich nämlich leichter. Es macht einfach glücklich, jemand anderem zu helfen oder eine Freude zu machen.
Und auch der zweite Satz spricht eine Wahrheit aus, die wir erst einmal schlucken müssen: Das Wenige ist mehr als nichts, und wer überhaupt etwas geben kann, ist immer noch reich genug. Wer wenig hat, der kennt es nicht anders und kann sich vielleicht vorstellen, mit noch etwas weniger klarzukommen. Denken wir an die paar Cent der armen Witwe aus Lukas 21, die sie zu geben bereit ist. Mit Gott im Herzen kommt man auch über Durststrecken hinweg. Wer im Vertrauen zu Gott bleibt, wird belohnt.
Zum Schluss noch einmal der Monatsspruch in einer anderen Übersetzung: „Hast du viel, so gib reichlich von dem, was du besitzt; hast du wenig, dann zögere nicht, auch mit dem Wenigen Gutes zu tun.“ – Alles klar?
Aus Essen-Katernberg grüßt ganz herzlich

Friedhelm Blaskowsky