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Der Befehl zum Faulenzen

Den Sabbat wiederentdecken
Verfasser: Volker Kessler

Das Buch ist in vier Kapitel unterteilt. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Ruhelosigkeit im 21.Jahrhundert.
Im zweiten Kapitel taucht der Leser ein in eine Vielzahl von Bibelstellen, Zitaten, Auslegungen rund und das Thema Sabbat im Alten Testament und kann anhand von zehn Aspekten die Bedeutung des Ruhetags für die Juden nachvollziehen.

 

Der dritte Teil erläutert die Sabbatpraxis im Neuen Testament. Außerdem werden geschichtliche Hintergründe, Schwerpunkte und die Entwicklung des Sabbats/Sonntags bis ins 20. Jahrhundert beschrieben.

Das Motto des letzten Kapitels lautet „Durch den Ruhetag kommen". Es enthält Tipps, Anregungen und Bei-spiele, wie man den Ruhetag gestalten kann.

4. Persönlicher Eindruck:

Der Titel des Buches „Der Befehl zum Faulenzen" hört sich zunächst nach Wohnzimmer, Couch, Musik, DVD vielleicht Knabbereien und einem Glas Rotwein an.

Der Blick auf das Cover verrät aber etwas anderes. Zu sehen sind im Vordergrund zwei Füße mit Wanderschu-hen und im Hintergrund ein malerischer See mit Bergkulisse. So etwas erreicht man nicht mit dem Auto. Mir verrät dieses Bild, dass der Wanderer zunächst Zeit und Mühe investiert hat, um einen solchen schönen Platz mit dem dazugehörigen Ausblick zu erreichen. Ähnlich war es beim Erarbeiten des Buches. Zunächst waren viele Textstellen zu bewältigen, so dass es an manchen Stellen sehr mühsam war, die Zusammenhänge wirklich zu verstehen. Aber bei diesem Buch geht es um Muße und Zeit, also nahm ich mir als Leserin die Zeit, die ein oder andere Seite ein - zweimal zu lesen.

Der vierte Teil des Buches belohnt den Leser. Hier gibt es Anregung, wie wir unseren Sonntag gestalten, und wo wir Schwerpunkte setzen können. Es gibt auch Ermahnungen zu Tätigkeiten, die am Sonntag eigentlich ruhen könnten.

Dieses letzte Kapitel regt an, eigene Verhaltensweisen zu reflektieren, sie in Fragen zu stellen und eine neue Sicht zu gewinnen. Der Sonntag soll uns nicht als Verbotstag vor Augen sein, sondern als Tag der Erholung, an dem wir Beschäftigungen nachgehen, die in der Woche, in unserer Ruhelosigkeit meistens untergehen.

Als Abschluss möchte ich noch einmal auf das Cover des Buches zu sprechen kommen. Die Mühe beim Erar-beiten steht, jetzt am Ende, nicht mehr im Vordergrund. Vielleicht der Hinweis, dass das Einhalten des Sab-bats/Sonntags in unserer heutigen Zeit von uns viel Mühe fordert. Beim Einhalten des Sabbats/Sonntags gren-zen wir bewusst die üblichen Alltagsarbeiten (Haushalt, Gartenarbeit, Auto waschen, bügeln, Hausaufgaben, Zimmer aufräumen)aus und werden vielfach belohnt, wenn wir unseren Sonntag mit Dingen füllen, die unse-rem Verhältnis zu Gott, zu mir selbst und auch zu meinem Umfeld, z. B. der Familie, einfach nur gut tun. Wir kommen zur Ruhe und tanken Kraft für die neue Woche. Das ist nämlich Gottes Vision für uns. An sechs Ta-gen sollst du arbeiten und am siebten sollst du ruhen.

5. Empfehlung:

Das Buch ist zu empfehlen für Personen die Interesse an diesem Thema haben und Zeit investieren wollen, diese Thematik zu erarbeiten.

6.Allgemeine Informationen:

Das Buch ist 2008 im Francke Verlag erschienen, es kostet 7,95 €.

Das Buch wurde am 22.02.2009 im Rahmen des Gottesdienstes von Birgit Erlach vorgestellt.