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Lebe gefährlich – leidenschaftlich Gott nachjagen

Verfasser/in: Mark Batterson.

Die keltischen Christen gaben dem Heiligen Geist den Namen Wildgans. Wie eine Wildgans so kann man auch den Geist Gottes nicht aufspüren oder zähmen. Wenn wir uns also mit vollem Einsatz daran machen, um in unserem Leben vom Geist Gottes geführt zu werden, ist es wie die Jagd auf eine Wildgans. Die ausgesprochene Wildganswarnung am Anfang des Buches macht klar, wie spannend unsere Jagd sein kann.

 

Im 1. Kapitel erzählt Batterson von den Galapagosinseln. Er erinnert an die Schönheit von Gottes Schöpfung und weist auf die Unterschiede zwischen einem Tier im Zoo und einem Tier in freier Wildbahn hin. Der Autor erklärt auch, was er sich unter einem Christen im Käfig vorstellt. Und er fragt sich, ob einige Christen ihr Leben so gestalten, dass nicht nur sie selbst, sondern auch ihr Schutzengel vor Langeweile gähnt.

In dem Buch treffen wir auf einige Menschen, die den Mut hatten, für Jesus aus ihrem Käfig auszubrechen. Dieser Mut sollte uns anstiften, ihrem Beispiel zu folgen. Sören Kierkegaard war der Meinung, dass Langeweile die Wurzel allen Übels sei. Glaube und Langeweile lassen sich nicht verbinden. Ein Beispiel ist die Geschichte vom reichen Jüngling (Mt. 19). Er lebte in einem religiösen Käfig. Mark Batterson stellt fest, dass viele Christen von ihrem Glauben gelangweilt sind.

Sie wissen um Sündenvergebung und um die Ewigkeit mit Gott. Doch quält sie das ungute Gefühl, dass irgendetwas fehlt. Der Käfig des reichen Jünglings war seine finanzielle Sicherheit. Ein Teil von uns allen leidet sicher mit ihm, wenn wir daran denken, was er aufgeben sollte. Doch der Jüngling machte den Fehler und lehnte ab. Ihm war sein Besitz wichtiger als die Wildgansjagd. Auch wir müssen uns entscheiden, ob wir uns auf die geistliche Reise begeben oder in dem Käfig unserer vermeintlichen Sicherheiten bleiben wollen.

Die einzelnen Kapitel des Buches handeln von sechs verschiedenen Käfigen. Da geht es um den Käfig der Verantwortlichkeit, der Routine, der Annahmen, der Schuld, des Versagens und zuletzt der Käfig der Angst.

Jedes Kapitel hat am Ende ein paar grau hinterlegte Punkte, die uns bei unserer eigenen Jagd nach dem Abenteuer der Nachfolge Christi helfen sollen. Sie geben Tipps, woran wir denken können und stellen Fragen, deren aufrichtige Antwort uns weiterbringen kann.

Das Buch spricht eine klare verständliche Sprache. Es ist sehr gut zu lesen und hat in mir, gleich zu Beginn, die Lust geweckt, es möglichst ungestört in einem Rutsch zu lesen. Nicht nur, dass ich es gern gelesen habe es hat mir auch viele Anregungen zu Nach- und Weiterdenken gegeben. Ich kann es jedem wärmstens empfehlen, der sich auf eine geistige Reise, oder wie der Autor es nennt, auf eine Wildgansjagd, begeben möchte.

Zum Schluss möchte ich gerne noch zwei Aussagen aus dem Buch zitieren:

„Eine neue Identität entdeckt man nur, wenn man die alte loslässt. Und unsere Sicherheit in Christus finden wir nur, wenn wir die menschlichen Sicherheiten, an die wir uns so gern klammern, zu Boden werfen."

„Es ist egal, wie alt Sie sind. Wenn Sie noch atmen, dann heißt das, dass Gott mit Ihnen noch nicht fertig ist."

Martina Siech

SCM Brockhaus –Verlag

14,95 Euro

Das Buch wurde am So., 14.Febr.2010 im Vorspann des Gottesdienstes vorgestellt.