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Josh Eine Weihnachtsgeschichte

Verfasser/in: Tom Reichel

„Ich bin das Christkind“, sagte er leise. „Was?“, lachte sie auf. „Wer bist du?“ „Das Christkind.“ Josh schaute sie ernst an.
Mit einem Blick, der keinen Zweifel duldete.
Dieser kurze Text und der Hinweis, dass hier „eine Weihnachtsgeschichte fernab aller Klischees“ vorliegt, machte mich neugierig…

 

Der Autor beschreibt das Leben von Anne, in deren Alltag plötzlich ein Junge tritt, der viel über sie zu wissen scheint und der ihr Leben völlig aus der Bahn wirft. Anne ist einsam, es ist kurz vor Weihnachten und sie mag das Fest nicht. In ihren Beziehungen gibt es Schwierigkeiten – mit ihrem Freund, mit ihrer Mutter, mit ihrer Arbeitskollegin und Freundin. Josh schafft es, sie aufzumuntern und zum Lachen zu bringen. Er sagt ihr „Ich bin hier, weil du allein bist. Ich bin deinetwegen hier.“ Sie nimmt ihn mit zu sich nach Hause, schickt ihn am nächsten Tag nach einem Streit weg. Traurig geht Josh und zeigt sich Martin, Annes Freund. Später gehen sie zu dritt essen. Nach einem weiteren Streit schickt Anne ihren Freund Martin weg. Josh aber bleibt für einige Zeit bei Anne. Gemeinsam unternehmen sie verschiedenes und reden miteinander. Bei einem Autounfall rettet er ihr das Leben – und wird selbst so schwer verletzt, dass er stirbt. Weihnachten kommt, Anne verbringt den Heiligabend mit Martin und ihrer Mutter. Am nächsten Tag ist die Mutter zum Essen eingeladen, als es klingelt, steht Josh vor der Tür…

Dieses Buch ist tatsächlich eine Weihnachtsgeschichte fernab aller gängigen Klischees – es enthält Elemente aus dem Bereich der Fantasie, die vielleicht erst einmal seltsam anmuten. Aber es ist ein besonderes Buch, das ich gerne weiter empfehlen möchte. Menschen, die offen sind für einen neuen Blickwinkel auf die biblische Weihnachtsgeschichte (warum kam Jesus auf die Welt und wie ging es nach Weihnachten weiter?), die zwischen den Zeilen lesen können und die ihre Fantasie einsetzen möchten, werden diese Geschichte mögen.
Wer aufmerksam liest, wird Dinge aus der Bibel wieder entdecken, die er in einer Weihnachtsgeschichte nicht vermutet (z. B. „Ich kenne diesen Menschen nicht.“). Erst beim zweiten Lesen des Buches sind mir manche Sätze und Anspielungen aufgefallen.

Hervorheben möchte ich den besonderen Bucheinband: das Buch ist in roten Samt gebunden, in den ein Muster eingestanzt ist. Die Schrift ist golden und es befindet sich ein goldener „Weihnachtsstern“ auf dem Einband. So wirkt das Buch schon von sich aus sehr edel – wie ein besonderes Geschenk.

Mein Fazit: Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit ist man ja auf der Suche nach passenden Geschenken. Warum nicht mal dieses Buch verschenken – oder selbst lesen?


Andrea Czichy,
ChristLit FeG Essen-Katernberg

Vorgestellt im Gottesdienst am 27.11.2011

Tom Reichel: Josh – eine Weihnachtsgeschichte, 2011, adeo-Verlag, ISBN 978-942208-51-2