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Mit Wort und Farbe bekennen
"Credo"

Texte und Bilder zum Glaubensbekenntnis

Verfasser/in: Norbert Lammert (Hrsg.) - Andreas Felger 

Das Wissen um die tragenden Inhalte der christlichen Glaubenslehre geht in unseren Breiten mehr und mehr verloren. Auch wenn noch christlich getauft, kirchlich geheiratet und beerdigt wird, zeigt die Erfahrung, und Untersuchungen belegen dies, dass Vieles nur äußerer Schein, Zeremonie, ist, die substanziellen Glaubensinhalte jedoch wenig bekannt sind oder nur noch auszugsweise geglaubt werden. Sicherlich auch, um diesem Trend entgegen zu wirken, haben Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert und der weithin bekannte und geachtete Künstler Andreas Felger in enger Zusammenarbeit ein Buch mit Texten und Bildern zum Glaubensbekenntnis erarbeitet und im adeo-Verlag herausgebracht.

 

Die von Norbert Lammert ausgewählten Texte folgen der Systematik des Apostolischen Glaubensbekenntnisses. Die Texte stammen aus biblischen Quellen, von bekannten Autoren, Philosophen, Theologen, Lyrikern, Politikern, Päpsten, Wissenschaftlern usw. und sind den verschiedensten Zeitepochen entnommen. Es finden sich in der Auswahl Namen wie Augustinus, Martin Luther, Hilde Domin, Søren Kierkegaard, Hans Magnus Enzensberger und viele andere; insgesamt achtzig verschiedene AutorenInnen. Die Zusammenstellung belegt, dass das Glaubensbekenntnis keineswegs eine einmalige dogmatische Festlegung darstellt, sondern im Laufe der Geschichte unterschiedliche Verständnisweisen hervorgebracht hat, in die die Probleme und Krisen der jeweiligen Zeit ihren Niederschlag gefunden haben. Aber auch die persönlichen Auseinandersetzungen mit einzelnen Bekenntnisaussagen in Zweifel und Anklage, Hingabe und Lob sind in eindrucksvoller Weise herauszulesen. Sie sprechen den Leser an und führen zum Nachdenken über das eigene Bekenntnis. Denn bei aller Unterschiedlichkeit der Texte ist ihnen eines gemeinsam, das Bekenntnis zu Jesus Christus. Die entscheidende Bedeutung Christi für jeden Einzelnen und für jede Zeit ist für alle ausgewählten Autoren grundlegend, nur w e l c h e Bedeutung er hat, darüber gehen die Ansichten auseinander.
Andreas Felger, seit Jahrzehnten als Maler im christlichen Raum bekannt und beliebt, hat für diesen Credo-Zyklos 19 großformatige Ölbilder geschaffen. Er hat sich nach eigener Aussage bewusst für die Ölmalerei entschieden, weil: „Hier kann ich mich in großen Formaten verlieren und mich an Bildlösungen herantasten, sie verwerfen, übermalen, korrigieren. … Ich wollte, dass gerade bei diesem Thema der Prozess der inneren und äußeren Suche, das Ringen um Gestalt und Form im Bild sichtbar werden.“ (af-kulturstiftung) Die bildnerischen Ergebnisse dieses Prozesses wirken sehr eindrücklich auf den Betrachter. Die Dynamik der Farben, ihre Leuchtkraft, die oft scharfkantigen Kontrastierungen, die Gestaltung des Bildraumes, die vielfach in eine mythische Tiefe hineinführt, fesseln den Blick und kehren ihn in die eigene Innenwelt des Betrachters.
Ein Buch, das zu einem sehr ansprechenden Zusammenklang von Text und Bild, Geist und Kunst, Bewahrendem und Bewegenden, Menschlichem und Göttlichen gefunden hat.