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Das Memo-Spiel (Memory)as Tagebuch


Verfasser/in: Kees de Kort 

Als langjährige Mitarbeiterin im Kindergottesdienst war ich sehr gespannt auf das Memory, das mit Bildern von Kees de Kort gestaltet ist, zumal ich die Bilder in den biblischen Geschichten aussagekräftig finde. Sicherlich gibt es viele, die – genau wie ich als Kind und dann später als Mitarbeiterin – Bücher und Diaserien von Kees de Kort angesehen haben...

 

Die Grundidee, Bilder biblischer Geschichten zu verwenden und sie während des Kindergottesdienstes oder auch im alltäglichen Spiel zu benutzen gefällt mir sehr gut. Und auch die drei Varianten des „normalen“ Memoryspiels sind interessante und spielenswerte Möglichkeiten:
1. erhöhte Schwierigkeit: der Spieler darf das Pärchen nur behalten, wenn er kurz die biblische Geschichte wiedergeben kann.
2. Erzählbox: von jedem Pärchen wird nur eine Karte benötigt und in die Schachtel gelegt. Nun wird eine Karte gezogen und die passende Geschichte dazu erzählt. (Hier steht das Erzählen im Vordergrund, denn anschließend werden die Karten beiseite gelegt und keinem „Mitspieler“ zugeordnet, es gibt also keinen Gewinner.)
3. thematische Kategoriesetzung: es werden vor dem Spiel mindestens zwei Kategorien festgelegt (z.B. Altes Testament – Neues Testament – Wunder – Jesus und seine Jünger – …) und der Spieler darf das Pärchen nur behalten, wenn es begründbar in „seine“ Kategorie passt.
Gelungen finde ich auch die Verpackung, die platzsparend und stabil ist. Die aufgedruckten Bilder in kräftigen Farben laden regelrecht zum Spielen ein. Die einzelnen Karten haben eine gute Größe, groß genug für Kinderhände, die noch nicht so gut feinmotorisch zugreifen können, aber nicht zu groß, dass das Spielfeld mit bis zu 70 Karten zu „weitläufig“ wird.

Es gibt aber auch etwas, was meines Erachtens nicht so gut gelungen ist: Ziel des Spiels soll es sein, sich auf spielerische Weise mit den biblischen Geschichten zu beschäftigen. Man soll durch die Bilder an die einzelnen Personen und die biblischen Geschichten erinnert und motiviert werden, von ihnen zu erzählen. Dazu sind aber viele der Bilder nicht eindeutig genug! Sie zeigen nur einen kleinen Teil der jeweiligen Geschichte und das Charakteristische fehlt oft. Bei einem „Testlauf“ mit sechs Erwachsenen (zwei Männer, die predigen und vier Frauen, die in der Kindergottesdienstarbeit aktiv sind/waren) stellten wir fest, dass nur etwa ein Drittel der 35 Bildpaare so eindeutig ist, dass sie einer bestimmten biblischen Geschichte zuzuordnen sind. Das empfinde ich als sehr schade. - Bei der Spielanleitung sind alle Bildpaare noch einmal abgebildet und mit der jeweiligen biblischen Geschichte genannt, sodass man anhand dessen weiß, welche Geschichte gemeint ist. Es wäre aber für den Spielverlauf motivierender und erzählerisch anregender gewesen, wenn die Bilder eindeutig zuzuordnen wären.

Von daher würde ich eine „eingeschränkte Empfehlung“ aussprechen. Mit einer guten „Vorbereitung“ der Mitspieler kann das Memo-Spiel aber bestimmt eine Bereicherung bei der kirchlichen Kinder-/Konfirmandenarbeit oder auch Erwachsenenarbeit sein.

Kees de Kort: das Memo-Spiel, 2013, neukirchener aussaat, ISBN 978-3-7615-6080-8, 14,99€

A. Czichy, Oktober 2013
ChristLit FeG Essen Katernberg