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luthers rose 

Sieben Frauen, die Geschichte schrieben
V
erfasser/in: Eric Metaxas

Eric Metaxas widmet sich in seinem Buch „Sieben Frauen, die Geschichte schrieben“ den Biografien von sieben Frauen,
die mit Hingabe in ihren jeweiligen Jahrhunderten an der Welt gearbeitet und Menschen inspiriert haben
– Jeanne D´arc, Susanna Wesley, Hannah More, Mutter Maria, Corrie Ten Boom, Rosa Parks und Mutter Teresa.
Jeder dieser Frauen widmet Metaxas eine Kurzbiografie; erzählt von ihrem Leben, ihrem Glauben und ihrem Werk.

 

 

Was zeichnet einen Menschen aus, der nach dem Abbild Jesu´ lebt? Für Christen ist das eine zentrale und überaus wichtige Lebensfrage. Natürlich ist das Mittel der Wahl zur Beantwortung dieser Frage die Bibel, denn sie bietet uns einen vielfältigen, umfassenden Fundus an Charakteren, die nach Gottes Willen gelebt haben. Darüber hinaus gibt es auch eine Vielzahl an weiteren Menschen, deren Biografien sich zu Gemüte zu führen durchaus inspirierend und ermahnend seinen kann – Dietrich Bonhoeffer, C.H. Spurgeon und Anthony N. Groves um drei Beispiele zu nennen. Das von Eric Metaxas verfasste Buch ist eine kleine, aber umfassende Sammlung der Biografien von sieben Frauen, deren Glaubensleben und Charakter einen Menschen ebenso ermahnen und ermutigen möchten, wie die Lebenswerke der zuvor genannten Menschen. Quer durch die Jahrhunderte werden die Lebensbilder, Ansichten und die historischen Hintergründe der sieben Personen erläutert, denen Metaxas sein Buch gewidmet hat. Die Texte stechen vor allem durch ihren erstaunlichen historischen Gehalt hervor. In jedem neuen Kapitel wird man mit hervorragender Hintergrundrecherche zu den historistischen Fakten und bildhaften Beschreibungen der Lebensweise aller Frauen konfrontiert. Manche der Damen sind einem dabei von der ersten Seite an sympathisch, mit anderen kann man bis zum Ende ihres Kapitels nicht so recht warm werden. Teilweise greift der Autor auf Quellen zurück, die dem Leser fast schon mythisch anmuten und eher an Legenden erinnern denn an historisch wertvolle Quellen; teilweise ist es schwer als Mensch dieser Zeit die Handlungsweisen damaliger Menschen nachzuvollziehen und man vermisst eine kleine Anmerkung oder Erklärung seitens des Autors. Leider verliert das Buch dadurch einiges von seiner Kraft. Nichtsdestotrotz ist es interessant sich mit den Eigenarten aller sieben dargestellten Frauen auseinander zu setzten. Jede von ihnen zeigt ihren Glauben auf andere Art und Weise, wodurch einem bildhaft vor Augen geführt wird wie unterschiedlich der individuelle Glaube doch seinen kann. Trotz allem zieht sich jedoch auch eine Verbindung durch das gesamte Buch. Manche essentielle Glaubensaspekte lassen sich überall wiederfinden. Zur Selbstreflexion über den eigenen Glauben sind die Biografien allerdings leider nicht sehr gut zu gebrauchen. Zu fremd und fern scheinen viele der porträtieren Damen. Vielleicht aufgrund der zeitlichen Barriere. Vielleicht aufgrund der eher nüchternen Art und Weise des Autors. Setzt man sich darüber hinweg bietet sich einem dennoch ein interessantes Werk, das einen kleinen Ausschnitt der charakterlichen Vielfältigkeit der Kinder Gottes recht gut präsentiert.
Für den, der an Biografien interessiert ist, bietet sich das Buch auf jeden Fall an.

Eric Metaxas; Sieben Frauen, die Geschichte schrieben; € 22,95; 1. Auflage 2016; SCM
R. Reiter, (ChristLit – FeG Essen – Katernberg)  März 2017